Vom Langlaufzentrum Finsterau sind wir mit Nala und Sarabi zur Teufelsbachklause gelaufen, dann weiter zur Hammerklause und wieder zurück zum Parkplatz. Michael war natürlich auch dabei. Kurz hat es mal geregnet, Schnee lag aber keiner.
Die Runde
Mit Pausen und Fotos waren wir etwa 3 Stunden unterwegs. Komoot zeigt 10,1 Kilometer und 180 Höhenmeter an. Rund zwei Drittel der Strecke sind Kiesweg, der Rest ist naturbelassen oder asphaltiert. Ich finde die Tour einfach zu gehen.
Die Route zum Nachgehen findest du bei Komoot.
Eine 10/10 gibt es von mir für die Beschilderung. Ich habe selten so einen gut ausgeschilderten Weg gesehen.
Los war so gut wie nichts. Wir haben eine Familie getroffen, dazu den Hund aus der Geschichte weiter unten. Ob das immer so ist, ist allerdings fraglich.





Zwei alte Klausen
Unterwegs kommst du am Zuleitungskanal zur Teufelsbachklause vorbei und danach an der Klause selbst. Klausen sind alte Bachsperren. Dort wurde früher Wasser aufgestaut, um Holz den Bach hinunterzutreiben.
Danach läufst du ein ganzes Stück parallel zur Grenze nach Tschechien, die der Teufelsbach hier markiert. Nach gut 6 Kilometern bist du an der Hammerklause mit ihrem kleinen See. Auf dem Rückweg kommst du noch am Fürstenhut-Denkmal am Kirchensteig vorbei.




Das letzte Stück bergauf
Genervt hat mich auf der ganzen Runde eigentlich nur das letzte Stück bergauf nach dem Fürstenhut-Denkmal. 😃 Dort läufst du auf Asphalt, und das mag ich sowieso nicht so gern.
Mein Tipp: Geh die Runde genau andersrum. Dann läufst du das steile Stück runter und hast den Aufstieg nicht. Den Asphalt hast du dann auch gleich am Anfang hinter dir.


Wenn uns jetzt jemand entgegenkommt, dann weine ich
An der einzigen Engstelle der Runde habe ich zu Michael gesagt: „Wenn uns jetzt jemand mit Hund entgegenkommt, dann weine ich.“ Und zack, kam uns tatsächlich jemand entgegen.
Den Hund habe ich zuerst gar nicht gesehen. Plötzlich war da etwas Kleines, Schwarzes, und nicht angeleint. Wir sind dann noch ein Stück weitergegangen, dort konnten wir ausweichen.
Der Hund war super freundlich und die Halter waren top. Angeleint haben sie ihn nicht.
Eigentlich bin ich schon dafür, Leute darauf anzusprechen. Meistens ist mir aber wichtiger, dass Sarabi eine gute Begegnung hat und nicht zum anderen Hund hinspringt, weil ihr dafür noch die Impulskontrolle fehlt. Da konzentriere ich mich lieber auf sie, als andere zu belehren. Solange der andere Hund hört und die Begegnung für Sarabi gut läuft, juckt es mich nicht.

Anreise und Parkplatz
Geparkt haben wir am Parkplatz Langlaufzentrum Finsterau. Der Automat wechselt nicht, nimm dir also passendes Kleingeld mit.
Parkplatz: Langlaufzentrum Finsterau
Parkgebühr: 1,50 € pro Stunde, Tageskarte 6,00 €, gilt täglich von 5 bis 22 Uhr (Stand Herbst 2026)
Am Parkplatz gibt es Toiletten. Die waren bei uns geöffnet, kostenlos und super sauber.
Direkt am Parkplatz gibt es auch ein Café, das hatte bei uns aber zu. Die Hütte an der Hammerklause war ebenfalls geschlossen. Nimm dir also lieber selbst etwas zu essen mit.


Mit Hund: was du wissen solltest
Im Nationalpark gilt Leinenpflicht.
Unterwegs haben wir außerdem ein oranges Schild vom Nationalpark gesehen. Dort stehen Fotofallen für Wildtiere, es kann also vereinzelt blitzen. Die Einrichtungen sollst du nicht berühren und deinen Hund davon fernhalten.
Wasser gibt es am Weg genug. Auf etwa 90 % der Strecke kannst du gut ausweichen, wenn euch jemand entgegenkommt.
Die Runde passt für kleine und große Hunde, Nala und Sarabi waren ja auch beide dabei.
Mit einem Welpen ginge es grundsätzlich auch, aber 10 Kilometer sind für einen Welpen schon viel. Ich persönlich würde es nicht machen, höchstens wenn ich ihn zwischendurch trage.
Für Seniorenhunde ist der Weg ebenfalls geeignet, weil er wirklich einfach zu gehen ist. Ob dein Senior 10 Kilometer schafft, musst du selbst einschätzen.


Fazit
Für uns ist das bis jetzt eine der schönsten Runden im Bayerischen Wald. Sie ist schön zu gehen, und obwohl du relativ lange unterwegs bist, kam sie uns gar nicht wie 10 Kilometer vor, eher weniger.
Wer sich den Aufstieg am Ende sparen will, geht einfach andersrum.
⚠️ ACHTUNG: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keinerlei Haftung für Unfälle oder möglicherweise gesperrte Wege übernehmen. Überprüfe vor dem Wandern die Verfügbarkeit des Weges und reflektiere deine eigene Fitness.

