Fünfmal wollte ich auf dem Weg zu den Giglachseen umdrehen. Gefühlt mache ich das bei jeder Wanderung, aber diesmal war es wirklich zäh. Ich hab's trotzdem geschafft. Anfang Oktober waren wir mit Nala und Sarabi in den Schladminger Tauern unterwegs, Michael und ein paar Freunde waren auch dabei.
Anreise: die Mautstraße zur Ursprungalm
Gestartet sind wir an der Ursprungalm. Dorthin kommst du nur über eine Mautstraße. Wir haben 22 € bezahlt, und der Parkplatz oben war da schon mit drin. Extra zahlst du fürs Parken also nichts.
Aber die Straße rauf … holla, die Waldfee. Sie ist kurvig, steinig und hat ordentliche Spurrinnen. Mit einem tiefen oder tiefergelegten Auto würde ich da nicht hochfahren.
Startpunkt: Ursprungalm, Schladminger Tauern
Maut: 22 € inklusive Parkplatz (Stand Oktober 2026)

Der Weg rauf
Bis zum zweiten See und zurück waren es bei uns ungefähr 8 Kilometer, knapp 400 Höhenmeter und etwa 3 Stunden. Komoot hat leider nicht richtig aufgezeichnet, nimm die Zahlen also als grobe Richtung.
Ich sag's ehrlich: Für mich war das sauanstrengend. Ein bisschen Kondition solltest du mitbringen. Ich würde die Tour als mittelschwer einstufen.
Das Lustige: Wie steil manche Stellen sind, ist mir erst beim Runtergehen aufgefallen. Rauf hab ich das gar nicht so gemerkt, da war ich wohl zu sehr mit Schnaufen beschäftigt. 😃
Den Weg haben wir über die Seite der Region Schladming-Dachstein gefunden, dort heißt er Ursprungquellweg.





Oben: zwei Seen und ein Gipfel
Und dann stehst du oben und hast diese Aussicht. Die Seen, die Berge drumherum, im Oktober alles in Herbstfarben. Allein dafür hat sich das Schnaufen gelohnt. Und ich hab wieder einen Gipfel geschafft.
Wie das Gipfelkreuz heißt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Falls du es weißt, schreib's mir gern auf Instagram.
Für Fotos ist das hier ein richtig toller Spot. Alle Bilder in diesem Beitrag haben wir selbst gemacht, und am See konnten wir uns kaum entscheiden, wo wir zuerst hinknipsen sollen. 📸

Mit Hund: was du wissen solltest
Die Tour geht mit kleinen und großen Hunden. Nala und Sarabi haben es beide geschafft. Für Welpen und Senioren wäre sie mir aber zu lang und zu steil.
Ganz wichtig: Kuhfrei ist die Wanderung nicht. Im Sommer weiden hier Kühe direkt am Weg. Bei uns waren keine mehr oben, weil Anfang Oktober der Almabtrieb schon vorbei war und die Kühe im Tal standen. Wenn dein Hund Kühe kennt und damit gut klarkommt, ist das auch im Sommer kein Problem. Sonst würde ich dir den Herbst empfehlen.
Unterwegs gibt es immer wieder kleine Quellen, an denen die Hunde trinken können. Eine Flasche für die Hunde würde ich trotzdem einpacken.
Wir sind nur bis zum zweiten See gegangen und dann zurück. Unsere Freunde sind noch um den See rum, und zwar gejoggt. Ja, gejoggt. Sie meinten danach, ab ungefähr der Hälfte ist das fast ein Klettersteig. Mit Hunden wäre das nicht mehr machbar gewesen. Dreh mit Hund also lieber am See um.

Einkehren? Lieber Brotzeit einpacken
Im Oktober hatte nur noch die Ursprungalm offen. Alle anderen Hütten waren schon zu.
Eingekehrt sind wir trotzdem nicht, denn die Ursprungalm war komplett voll. Kein einziger Platz mehr frei. Nimm dir also lieber selbst eine Brotzeit mit, dann bist du nicht auf die Hütte angewiesen.

Fazit
Die Giglachseen sind nichts für einen gemütlichen Spaziergang. Es ist anstrengend, und an manchen Stellen richtig steil. Aber die Aussicht oben ist der Hammer, und mit beiden Hunden hat es gut geklappt.
Mein Tipp: Geh im Herbst, wenn dein Hund mit Kühen nicht klarkommt. Pack Brotzeit ein, und dreh am See um.
Und wenn du unterwegs fünfmal umdrehen willst: Mach's nicht. Ich bin froh, dass ich weitergegangen bin.
⚠️ ACHTUNG: Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keinerlei Haftung für Unfälle oder möglicherweise gesperrte Wege übernehmen. Überprüfe vor dem Wandern die Verfügbarkeit des Weges und reflektiere deine eigene Fitness.
